Die 10 wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei  Einem Skiunfall


1. Unfallstelle markieren

  • rechtzeitig auf die Unfallstelle aufmerksam machen und so alle anderen Wintersportler warnen, indem man seine Skier rund fünf bis zehn Meter oberhalb der Unfallstelle überkreuz in den Schnee steckt.

2. Das Unfallopfer sichern

  • Sollte der verunfallte Wintersportler keine Kopf-, Nacken- oder Rückenverletzungen hat, Unfallopfer von der Unfallstelle wegbringen.
  • Besser ist es jedoch immer, auf professionelle Hilfe zu warten und das Unfallopfer vom Pistendienst oder Liftpersonal abholen zu lassen.

3. Hilfe holen

  • Zur Grundausrüstung eines jeden Wintersportlers sollte auch immer ein Handy gehören.
  • In Österreich ist die Bergrettung unter der Nummer 140 zu erreichen.
  • Ist kein Handy zur Hand oder ist die Verletzung nicht so schwer, kann man auch beim Liftpersonal um Hilfe bitten.
  • Wenn Sie zu zweit unterwegs sind, bitten Sie einen geübten Skifahrer, Hilfe zu holen.

4. Ansprechen

- Der erste Schritt bei einem Skiunfall ist, den Verunfallten anzusprechen.
- Schwieriger ist es allerdings, wenn das Unfallopfer nicht ansprechbar ist. 

Hat der Verletzte das Bewusstsein verloren, sollte man auf jeden die Vitalzeichen überprüfenSchlägt das Herz? Atmet er? Wenn nicht, sollte man umgehend mit der Wiederbelebung beginnen. Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung können schon am Unfallort Leben retten.

Sind die Vitalzeichen stabil, aber ist der gestürzte Fahrer bewusstlos, sollte man ihn in die stabile Seitenlage bringen.


5. Vor Kälte schützen

  • Am Berg drohen natürlich Erfrierungen. Insofern ist es wichtig, das Unfallopfer vor der Kälte zu schützen.
  • Sofern der Verletzte keine Kopf- oder Rückenverletzungen hat, kann man ihn auf eine Skijacke legen und ihn am besten auch noch zudecken.

6. Brüche und Prellungen

  • Sind Kopf, Nacken und Rücken nicht betroffen, können Sie sich selber ein Bild von der Verletzung machen.
  • Stellen Sie die Gliedmaße ruhig, kühlen Sie sie und warten Sie auf professionelle Hilfe.

7. Schnittwunden verbinden

  • Gerade im weißen Schnee fällt das rote Blut schnell auf.
  • Offene, tiefe Wunden behandelt man mit einem Druckverband. Dazu bindet man oberhalb der Wunde einen Schal oder ein Tuch fest um Arm oder Bein. Das sollte die Blutung stoppen. Zudem sollte das betroffene Körperteil hoch gelagert werden.
  • Lebensgefährlich ist es, wenn eine Schlagader getroffen wird. Drücken Sie hier, wenn vorhanden, eine sterile Kompresse auf die Ader. Im Notfall den bloßen Finger.

8. Schock

  • Bei einem Schock ist der Betroffene in der Regel sehr bleich, die Haut ist kalt, der Puls rast, man friert, hat Schweißausbrüche, reagiert verlangsamt auf Ansprache und ist orientierungslos.
  • In diesem Fall sollte der gestürzte Fahrer - natürlich erst, wenn man die Unfallstelle abgesichert hat - flach auf dem Rücken liegen. Die Beine werden nach Möglichkeit hoch gelagert. Zudem sollte man den Geschockten wärmen, ihn so wenig wie möglich bewegen und beruhigend auf ihn einreden.

9. Kopf- und Rückenverletzungen

  • Die schlimmsten Verletzungen sind Kopf-, Nacken- und Rückenverletzungen. Wenn die Wirbelsäule betroffen ist, droht sogar eine Lähmung. Klagt der gestürzte Fahrer über Schmerzen an der Wirbelsäule, sollte er auf gar keinen Fall bewegt oder gedrehtwerden.
  • Bei Verletzungen im Rückenbereich hilft nur, die Unfallstelle abzusichern, den Fahrer zuzudecken und so schnell wie möglich Hilfe holen. 
  • Machen Sie beim Notruf deutlich, welche Verletzung vorliegt, damit das Hilfsteam entsprechende Vorbereitungen treffen kann.

10. Erfrierungen

  • Sie erkennen Erfrierungen, wenn die Haut sich weißlich verfärbt und schmerz-unempfindlich ist.
  • Hier hilft nur Wärme. Wickeln Sie Schal oder Skijacke um die betroffene Stelle oder massieren sie die Erfrierung mit leichten Bewegungen, um den Blutfluss zu aktivieren und Gewebeschäden zu verhindern.
  • Wichtig ist aber, die Erfrierung nicht zu großer Wärme auszusetzen
  • Auch Wärme von innen, also heiße Getränke, sollten nicht zu heiß sein. Es ist gesünder, handwarme Getränke zu trinken, damit sich der Organismus an die Wärme gewöhnen kann.